Dienstag, 2. August 2016

Google AdWords: Expanded Text Ads ab sofort für alle verfügbar

Die neuen Erweiterten Textanzeigen (Expanded Text Ads, ETA) sind ab sofort für alle AdWords Werbetreibende verfügbar. Google hat das neue Anzeigenformat am vergangenen Dienstag offiziell freigeschaltet. Wir fassen zusammen, was die neuen AdWords Anzeigen bringen und worauf Sie beim Erstellen der neuen Anzeigen achten sollten.
Expanded Text Ads (ETA) in Google AdWords (Bild: Google)

Was sind erweiterte Text-Anzeigen?

Google hat die Erweiterten Text-Anzeigen, auch Expanded Text Ads, kurz: ETAs genannt, auf dem Performance Summit 2016 angekündigt. Sie sollen das bisherige Anzeigenformat, das seit 15 Jahren im Einsatz war, ablösen. Sie bieten mehr Platz für den Text in der Überschrift und der Beschreibung und sind damit knapp 50% großer, als die bisherigen Anzeigen.

Im Detail gibt es folgende Änderungen:
  • Die Überschrift besteht im neuen Format aus zwei Zeilen mit jeweils bis zu 30 Zeichen. Diese werden auf den Suchergebnisseiten zu einer Zeile, getrennt durch einen Strich, zusammengefasst. Bisher war nur eine Überschrift-Zeile mit 25 Zeichen möglich.
  • Die zwei Textzeilen mit je bis zu 35 Zeichen im alten Format werden zu einer Beschreibung mit bis zu 80 Zeichen zusammengefasst.
  • Die Domain der Finalen URL wird automatisch ein Teil der Anzeige-URL. Davon profitieren vor allem Websites mit längeren Domain-Namen, die bisher wegen der Zeichenbeschränkung kaum Anpassungsmöglichkeiten bei der Anzeige-URL hatten.
  • Zusätzlich können für die Anzeige-URL bis zu zwei Pfad-Bestandteile mit jeweils maximal 15 Zeichen angegeben werden. Hier lassen sich also weiterhin Keywords unterbringen.
  • Die bisherige Option, ob die Anzeige bevorzugt auf mobilen Geräten geschaltet werden soll, entfällt - Google schaltet die neuen Anzeigen auf allen Geräten und gleicht damit die Anzeigendarstellung auf Desktop und Mobile ab.
Erweiterte Text-Anzeigen im Web-Interface

Insgesamt bietet das neue Anzeigenformat also mit 140 Zeichen deutlich mehr Platz, als die bisherige Standard-Textanzeige mit maximal 95 Zeichen. Die zusätzlichen Zeichen in den ETAs können also besser für eine Beschreibung der Angebote, die Call-to-Action und das Unterbringen von relevanten Keywords im Anzeigentext genutzt werden, die ja auch für den Qualitätsfaktor wichtig sind.

Wie erstelle ich eine neue Erweiterte Textanzeige?

Nach einer Beta-Phase sind die erweiterten Anzeigen jetzt für alle AdWords Nutzer verfügbar. Wer eine neue Textanzeige in AdWords erstellen möchte, bekommt direkt das neue Format zu sehen. Wie gewohnt können die Bestandteile der neuen Textanzeige in die Maske eingegeben werden. Eine Vorschau zeigt, wie die neue erweiterte Anzeige dann als mobile Anzeige auf einem Smartphone und als Anzeige auf einem Desktop-Computer aussehen wird.


Noch ist das Erstellen von Textanzeigen im alten Format ebenfalls möglich. Nutzer können in der AdWords Oberfläche über einen Link zum alten Format wechseln. Zu beachten ist dabei: Offiziell sollen AdWords Nutzer ab dem 26. Oktober 2016 keine Standard-Textanzeigen mehr erstellen können. Dies hat Google zum offiziellen Start der ETAs angekündigt. Danach sollen die Standard-Anzeigen weiter parallel zu den Expanded Text Ads ausgeliefert werden. Google empfiehlt jedoch, jetzt schon ETA Anzeigen in alle Anzeigengruppen einzufügen. Damit sollen die Kampagnen schon vor der Umstellung eine gute Historie aufbauen.

AdWords Editor und erweiterte Text-Anzeigen

Passend zum offiziellen Start der erweiterten Text-Anzeigen hat Google auch eine neue Version vom AdWords Editor veröffentlicht. Ab der Version 11.5 können die Nutzer auch ETAs offline erstellen und bearbeiten. Neben einer vollständigen Unterstützung für Expanded Text Ads hat das Tool auch weitere Neuerung parat, zum Beispiel die Bearbeitung von „Sturctured Snippets“ und verbesserte Such- und Filter-Funktionen. (weitere Details zum AdWords Editor 11.5)

Erweiterte Text-Anzeigen im AdWords Editor

Externe Tools und AdWords Scripts

Wer auf externe Tools für die Verwaltung von AdWords Anzeigen setzt, soll darauf achten, dass diese das neue Format unterstützen. Bei den größeren Anbietern soll dies kein Problem darstellen. Wer eigene Tools einsetzt, die die AdWords API nutzen, oder mit AdWords Script arbeitet, wird den Code anpassen müssen. Die aktuelle AdWords API nutzt für die Expanded Test Ads andere Klassen und Funktionen als für die bisherigen Standard-Anzeigen.

Was muss ich beim Erstellen von Erweiterten Textanzeigen beachten?

Grundsätzlich gelten für die neuen Erweiterten Textanzeigen die gleichen Regeln wie auch für die Standard-Anzeigen. Google verweist auf die eigene Seite mit den Best Practices für die Erstellung von Anzeigen. Inhaltlich hat sich hier nichts Wesentliches geändert. Dennoch gibt es einige Punkte, welche die Werbetreibenden beachten sollen.

  1. Da das neue Anzeigenformat viel mehr Platz für Produktbeschreibungen, Vorteile, Call-to-Actions etc. bieten, sollten die neuen Anzeigen am besten neu geschrieben werden. Einfach nur eine zweite Überschriftzeile einzufügen wird in den meisten Fällen kaum in die gesamte Botschaft passen. Auch das Zusammenfassen der beiden Text-Zeilen zu einer ist nicht immer optimal. Denn durch mehr Platz lässt sich die Produktbeschreibung und die Call-to-Action oft besser formulieren.
  2. Die beiden neuen Headlines werden bei den erweiterten Text-Anzeigen noch wichtiger. Sie nehmen jetzt viel mehr Platz auf den Suchergebnisseiten ein und spielen nun eine noch wichtigere Rolle bei der Entscheidung, ob der Nutzer auf die Anzeige klickt oder nicht. Beim Texten sollte man also genau darauf achten, welche Produkt-Eigenschaften oder Botschaften in der Überschrift genannt werden.
  3. Die Google-Richtlinien für Anzeigen-Texte sind mit der Einführung von Extended Text Ads sind unverändert geblieben. Das heißt, dass zum Beispiel Ausrufezeichen in den Überschriftzeilen weiterhin verboten sind. Auch andere redaktionelle Richtlinien gelten unverändert.
  4. Die erste Headline bleibt etwas wichtiger, auch wenn die beiden Überschriftzeilen nun direkt hintereinander eingeblendet werden. Denn je nach Endgerät des Nutzers können die beiden Headlines entweder ein einer Zeile erscheinen oder die zweite Überschrift wird auf die zweite Zeile umgebrochen.
  5. Es kann auch passieren, dass Google einen Teil der zweiten Überschriftzeile abschneidet! Dann passt die gesamte Überschrift weiterhin in nur eine Zeile. Leider ist es nicht eindeutig definiert, wann dies passieren kann. Noch kurz vor dem offiziellen Start der Expanded Text Ads hat Google empfohlen, in den beiden Überschriftzeilen zusammen nicht mehr als 33 Zeichen zu nutzen. Ginny Marvin hat dies ausführlich im Search Engine Land Blog beschrieben. Auch hat die Vorschau in Google AdWords das Abschneiden der zweiten Headline beim Bearbeiten von ETAs angezeigt. In den letzten Tagen nach dem offiziellen Start des neuen Anzeigenformates haben wir eine solche Anzeige allerdings nicht mehr gesehen. Vorsichtshalber gilt: Anzeigen im Vorschau-Tool prüfen und ggf. die Texte anpassen, damit die angezeigte Botschaft für den Nutzer immer noch relevant erscheint.
  6. Die neuen Pfad-Felder der Anzeige-URL können weiterhin so verwendet werden, wie die Anzeige-URL bisher: Hier lassen sich gut wichtige Keywords unterbringen, die vielleicht auch die Produktkategorien im beworbenen Shop wiederspiegeln. Hier ein Beispiel:
Darstellung der Pfade in Erweiterten Text-Anzeigen (ETA)

Wie ist die Performance von Erweiterten Textanzeigen?

Bei dieser Frage schieden sich die Geister. Bei der offiziellen Vorstellung des neun Anzeigenformates sprach Google von einer Steigerung der Klickrate um bis zu 20%. In den letzten Tagen haben mehrere Agenturen verschiedene Statistiken zu den ETAs veröffentlicht. Diese basieren auf den von den jeweiligen Agenturen betreuten AdWords Accounts und sollen die Unterschiede bei der Leistung der Anzeigen im neuen Format mit den bisherigen Standardanzeigen vergleichen.

Die Ergebnisse sind unterschiedlich. Einige Agenturen berichten von Steigerungen der Klickrate (CTR) um 4 bis 16 Prozent bei Non-Brand-Anfragen und gleichzeitigem Rückgang der CTR um bis zu 4 Prozent bei Brand-Anzeigen, etwa in der Untersuchung von Merkle. Auch PPC Hero hat die ETAs getestet und Zahlen insbesondere mit Blick auf verschiedene Endgeräte veröffentlicht. Hier überzeugt die Performance der erweiterten Textanzeigen noch nicht. Auch bei Martin Röttgerding finden sich viele interessante Zahlen zu der Performance des neuen Anzeigenformates. Er kommt zum Schluss, dass die ETAs zumindest zum Teil und den Daten nach schlechter als die alten Anzeigen sind.

Auch bei unseren Kampagnen, bei den bereits seit einiger Zeit die neun erweiterten Anzeigen aktiv sind, haben wir Unterschiede in der Performance festgestellt. So laufen einige der neuen Anzeigen deutlich besser, als die bisherigen Standardanzeigen. Einige der ETAs sind allerdings viel schlechter als die bisherigen Anzeigen.

Es kann mehrere Gründe für die Performance-Unterschiede geben. Hier sind einige davon:
  1. Einige der Agenturen haben bereits seit April am Beta-Test für die ETAs teilgenommen und werten auch diese Zahlen aus. Das Problem dabei: Wenn die neuen längeren Anzeigen noch unbekannt sind und bereits optisch sich von den anderen Anzeigen im Standard-Format abheben, werden sie wahrscheinlicher eine höhere CTR haben. Dies sagt jedoch wenig darüber aus, ob die gleichen Anzeigen langfristig mit anderen ETAs immer noch die gleichen Werte zeigen werden.
     
  2. Die Anzeigenrotation, also wie oft Google die neuen erweiterten Textanzeigen im Vergleich zu den Standardanzeigen ausgespielt hat, wirkt sich auf die Auswertung aus. Während der Beta-Phase war der Anteil von ETAs relativ gering und sollte laut Google bei maximal ca. 20 Prozent liegen. Mittlerweile nehmen die erweiterten Textanzeigen ca. 95% des Traffics ein, wenn sie bei den Suchanfragen angezeigt werden können, so die jüngste Aussage eines Google-Mitarbeiters. Dies beeinflusst die Auswertungen und die Performance natürlich sehr stark.
     
  3. Ein weiterer Faktor, der nicht vernachlässigt werden darf, ist die Anzeigenqualität bzw. die Anzeigentexte selbst. Bei den Standard-Anzeigen haben wir alle uns bereits daran gewöhnt, die kurzen Texte zu schreiben. Und durch permanente Tests haben sich bei den meisten auch die besten Anzeigen bereits etabliert. Beim neuen Format müssen sich einerseits die Texter auf das neue Format gewöhnen und neue ansprechende Text-Varianten für eigene Zielgruppe erst durch Tests neu finden. Denn die Test-und Optimierungs-Ergebnisse bei den Standard-Anzeigen lassen sich nicht 1:1 auf die erweiterten Textanzeigen übertragen.
     
  4. Weiterhin wird die Relevanz der ETA-Texte für die Suchanfragen auch von Google neu bewertet. Eine neue ETA ist für ein bestimmtes Keyword und eine bestimmte Suchanfrage vielleicht weniger oder mehr relevant, als die bisherige Standard-Anzeige. Dies beeinflusst den Qualitätsfaktor und auch die CPC-Gebote und die Positionierung der Anzeigen. Und letztere entscheidet auch mit über die Klicks.

Alles in einem: Die erweiterten Textanzeigen (ETAs) sind ein spannendes neues Kapitel in AdWords. Werbetreibende und Agenturen werden sich etwas umstellen müssen. Wir haben nun die Möglichkeit, ansprechendere und informativere Anzeigentexte zu erstellen. Und wir müssen noch schauen, wie die Nutzer die neuen Anzeigen annehmen werden. Also neu lernen und neue Erfahrungen sammeln. Auf jeden Fall bleibt der Markt dynamisch, was allen Teilnehmern zugutekommt. In diesem Sinne: Viel Erfolg mit den neuen Textanzeigen!

Mittwoch, 20. Juli 2016

Google Keyword Planer Update zeigt zusammengefasstes Suchvolumen


Mit dem AdWords Keyword Planer bietet Google ein Tool, mit dem Nutzer das Potenzial von Keywords abschätzen können. Neben Ideen für Keywords liefert das Tool auch Daten zum Suchvolumen und Wettbewerb. Die Zahlen waren bereits nicht immer sehr genau; nach dem letzten Update des Google Keyword Planer sind die Angaben zu Suchvolumina noch einmal ungenauer geworden.

Google Keyword Planer kurz zusammengefasst

Der Google Keyword Planer ist ein beliebtes Tool, um neue Ideen für Keywords zu sammeln. Das Tool schlägt verwandte Suchbegriffe vor und zeigt auch Daten zum Suchvolumen und Wettbewerb an. Damit ist es seit langer Zeit ein beliebtes Instrument, um nach Keywords für die Website, den Blog-Artikel und natürlich auch für die neue AdWords Kampagne zu suchen.

Der Keyword Planer lässt sich über http://adwords.google.de/keywordplanner aufrufen. Um das Tool zu nutzen, wird allerdings ein Google AdWords Account benötigt. Aktuell scheiden sich die Geister, ob dafür auch aktive Kampagnen benötigt werden, oder ein nicht (mehr) aktives AdWords Konto ausreicht (mehr dazu im SEO-Portal). Wer Werbung bei Google schaltet, hat auf jeden Fall Zugriff auf das Tool – über den Reiter „Tools“ in der obersten Menü-Zeile.

Die Daten im Keyword Planer

Für die selbst eingegebene oder vom Tool vorgeschlagene Keywordliste zeigt der Keyword Planer Statistik-Daten zum Suchvolumen und dem Wettbewerb an (mehr dazu). Dabei wertet Google durchschnittliche Suchanfragen im Zeitraum von 12 Monaten aus und gibt einen durchschnittlichen Wert pro Monat an. Die Werte basieren dabei auf genau passenden Suchanfragen für die im Planer ausgewählte Standorte und Suchnetzwerk.


Bereits diese Angaben zu den Suchvolumina waren nicht sehr genau. Zu einem sind die Daten gerundet. Zu anderem zeigt Google einen monatlichen Durchschnitt für einen Zeitraum von 12 Monaten an. Warum dies ungenau bzw. wenig aussagekräftig ist, erklärt Neil Patel in seinem Blog sehr gut.

Nun hat Google mit einem Update Ende Juni die Zahlen im Keyword Planer noch einmal ungenauer gemacht.

Aggregierte Daten zum Suchvolumen im Keyword Planer

Ab sofort gibt Google für einzelne Keywords keine genauen Werte zum durchschnittlichen Suchvolumen (Average Search Volume) mehr aus. Stattdessen werden die Suchvolumina ähnlicher Keyword-Varianten aggregiert. Das bedeutet, dass Google nahe Varianten wie Singular- und Pluralformen, Schreibfehler sowie Wörter mit oder ohne Leerzeichen zusammenfasst. Hier einige Beispiele:

Suchvolumen Trend für "SEO"-Begriffe (Screenshot: Keyword Planer)

Bei den Suchbegriffen wie „seo“, „search engine optimization“ und „search engine optimisation“ handelt es sich um das gleiche Thema. Google erkennt dies und fasst sowohl unterschiedliche Keywords als auch unterschiedliche Schreibweisen (American English und Britisch English) zusammen.
Suchvolumen Trend für "Steuerberater"-Begriffe (Screenshot: Keyword Planer)

Auch die verschiedenen Schreibweisen bei der Suche nach einem „Steuerberater“ oder auch „Steuerberatung“ und Austauschen von Umlauten (hier: „ü“ vs. „u“) fasst Google bei der Schätzung des Suchvolumens und der Gebote für die Werbung via AdWords zusammen.

Auswirkung auf Keyword-Analyse

Die neue Darstellung des Suchvolumens macht die Einschätzung von Keywords deutlich schwieriger. Denn je nach Keyword wird nun zum Teil ein deutlich höheres Suchvolumen angezeigt, als es tatsächlich der Fall ist. Insbesondere „Shorthead“ Keywords seien davon betroffen, wie die Auswertung von Performics zeigt.

Die Änderung hat auf jeden Fall einen Einfluss auf die Keyword-Recherche für die organische Suche. Aus SEO Sicht wird es nun schwieriger werden das Potenzial der einzelnen Keywords einzuschätzen. Hier werden die Nutzer wohl über neue Methoden für die Keyword-Analyse nachdenken müssen. Außerdem stehen ja auch noch weitere Tools zur Verfügung, die Suchvolumina zeigen. Allerdings werden auch Tools, die auf den APIs von Google aufsetzen, von den Änderungen betroffen sein.

Gleichzeitig muss bedacht werden, dass Google in letzter Zeit immer mehr von den einzelnen Keywords und Suchanfragen weg hin zur Intention der Nutzer geht. Und hier liegt die Vermutung nahe, dass ähnliche Suchbegriffe das gleiche Ziel haben. Aus dieser Sicht gibt es wohl weniger Unterschiede zwischen den nahen Keyword-Varianten.

Suchvolumen für nahe Varianten und AdWords

Aus Sicht der AdWords Kampagnen scheint die Neuerung konsequent zu sein. Google schaltet die Anzeigen bereits seit längerer Zeit auch bei Suchanfragen, in denen Begriffe verwendet werden, die dem gebuchten Keyword sehr ähnlich sind. Hierzu gehören etwa Varianten fehlerhafter Schreibweise, Singular- und Pluralformen, Akronyme, Wortstämme (z. B. italien und italienisch), Abkürzungen und Akzente (vgl. Google AdWords Hilfe). Diese so genannten „nahe Varianten“ sind bereits seit fast genau zwei Jahren Pflicht (vgl. Google-Ankündigung aus 2014) und lassen sich nicht mehr über die Kampagnen-Einstellungen auszuschließen.

Da der Keyword Planer in erster Linie immer noch ein Tool ist, um Werbetreibenden in Google AdWords die Kampagnenerstellung zu erleichtern, insbesondere die Keyword Recherche und Einstellung der Gebote für die Anzeigengruppen, scheint es konsequent zu sein, dass hier die Daten des Planers zum Suchvolumen von Keywords angezeigt werden, die auch in der Kampagne zu erwarten sind.

Allerdings müssen Kampagnen-Manager auch folgendes beachten: Der Keyword Planer zeigt nun ein höheres Suchvolumen und auch einen höheren Vorschlag für das Gebot an. Folgt man dem Google-Vorschlag, setzt der Werbetreibende seinen CPC bei zwei Keyword-Varianten auf den höheren Wert. Insgesamt kann dies zu höheren Ausgaben führen.

Daher sollte man die CPC-Gebote, die aufgrund der Empfehlungen im Keyword-Planer eingerichtet wurden, während der Kampagnen-Laufzeit genauer beobachtet und angepasst werden. Wer also eine neue AdWords Kampagne starten möchte und noch keine historischen Daten hat (dann braucht man den Keyword Planer ja kaum), sollte die verschiedenen Keyword-Varianten testen und diese dann anhand der Performance-Werten optimieren.

Montag, 4. Juli 2016

Google Partner: Neues Logo mit Spezialisierungen - Unternehmensleistung wird wichtiger

Google hat das Google Partner Badge überarbeitet und gleichzeitig neue Bewertung für die AdWords™ Partner Agenturen eingeführt. Agentur-Kunden sollen damit einfacher die Spezialisierung der Agentur erkennen und die bessere Agentur für eigene Bedürfnisse aussuchen können, so die Idee. Denn nun bewertet und zeigt Google getrennt, ob die Agentur sich auf das Suchnetzwerk, Mobile, Display-Netzwerk, Shopping-Kampagnen und Video-Anzeigen spezialisiert. Durch die differenziertere Bewertung der Agenturleistung sollen die Agenturen dazu gebracht werden, eine noch bessere Betreuung für ihre Kunden anzubieten und sich auch mehr um neue AdWords Kunden zu kümmern. Schauen wir also an, was die Neuerungen bringen und worauf die Partner Agenturen künftig achten sollen.

Bild: Google Agency Blog


Neues Google Partner Logo

Google Partner Agenturen erhalten ab sofort ein neues Logo, auch als „Badge“ bekannt. Das hat Google im Agentur-Blog angekündigt. Optisch bleibt alles beim Alten, allerdings werden nun zusätzlich die so genannten Spezialisierungen mit angezeigt (gleich mehr dazu).

Wird das neue Logo in die eigene Website eingebunden, werden die Spezialisierungen angezeigt, wenn die Besucher mit der Maus über das rechte obere Ecke des Logos fahren. Den passenden Code können sich die Agenturen im Google Partner Bereich unter „Partnerstatus“ – „Logo abrufen“ holen.
Alternativ wird auch weiterhin ein statisches Logo angeboten, bei dem unter dem bisherigen Logo noch die Icons der einzelnen Spezialisierungen angezeigt werden. Diese Variante ist sowohl für Websites als auch für Druckwerbung gedacht.

Der Code für die dynamische Ansicht ähnelt dem Badge zum Beispiel für Google+ und basiert auf einem Javascript. Da diese Variante, ähnlich dem G+ Badge und Facebook-Profilbanner, aus Datenschutzsicht fraglich sein kann, wäre die statische Einbau in die Website empfehlenswert.

Neben dem bisherigen Google Partner Logo wird auch der neue „Premier Google Partner Badge“ eingeführt:

“The new badge is designed to recognize Partners who manage a substantial portfolio of Google advertising campaigns and deliver great results for their customers. Premier Partners will be required to maintain additional certification requirements and will receive increased support from Google.”

Für den Premier Status muss eine Agentur mindestens zwei zertifizierte Mitarbeiter haben und höhere Mindestanforderungen für Ausgaben für Ihre verwalteten Konten erfüllen.  Genauer Details zu der Höhe der Ausgaben verrät Google allerdings nicht. Nur so viel: „Das Mindestwerbebudget richtet sich nach dem Land und dem Marktbereich.“

Einzelheiten zum neuen Partner-Logo und Richtlinien zur Verwendung hat Google auf den Hilfe-Seiten zusammengefasst: https://support.google.com/partners/answer/3164957 .

Außerdem hat Google für die Verwendung des Partner Logos und die generelle Ansprache der Kunden eine Broschüre mit Richtlinieren und Empfehlungen erstellt. Das (derzeit nur) auf Englisch verfügbare „Brand Playbook for Agencies“ ist im Partner-Bereich verfügbar: https://goo.gl/DkU80P .

Unternehmensleistung als Partner-Anforderung

Bisher waren in erster Linie Qualifizierung von Mitarbeitern (durch Bestehen von Prüfungen) und Verwalten von bestimmten Budgets in den Kundenkonten die Hauptkriterien für eine Google Partner Agentur. Seit einigen Monaten wurde auch die Einhaltung von so genannten „Best Practices“ für die (interne) Bewertung der Agenturen eingeführt. Jetzt wird die Unternehmensleistung die Anstelle der Best Practices eines der Kriterien, nach denen der Partner-Status vergeben wird. Google schreibt dazu:
„Wenn wir die Unternehmensleistung beurteilen, betrachten wir das Umsatzwachstum der Kunden, die Kundenbindung, das Umsatzwachstum insgesamt und die Frage, ob die Zahl der Werbetreibenden gestiegen ist.“ (Quelle: https://support.google.com/partners/answer/3126965?hl=de)
Der aktuelle Stand wird im Google Partner-Konto unter „Partner-Status“ angezeigt.

Unternehmensspezialisierungen als weitere Kriterien

Neben der gesamten Unternehmensleistung werden auch die Leistungen in den einzelnen Spezialisierungen getrennt betrachtet. Ob eine Agentur also eine Spezialisierung in einem der Gebiete erhält, hängt auch von der Leistung in dem jeweiligen einzelnen Gebiet ab.
Anzeige von Unternehmensspezialisierungen im Partner Account

Google beurteilt dabei nach eigenen Angaben, ob die Agentur „über Produktkenntnisse im entsprechenden Fachgebiet“ verfügt:

„Dazu gehört unter anderem, wie effektiv Sie AdWords-Produkte in den Kampagnen Ihrer Kunden einsetzen, ob Sie eine stärkere Nutzung in Ihrem Produktbereich erzielen konnten und wie es mit der Kundenbindung in Ihrem Produktbereich aussieht.“ (Quelle: https://support.google.com/partners/answer/6370157)

An einer anderen Stelle heißt es auch:
„Wenn wir die Unternehmensleistung beurteilen, betrachten wir das Umsatzwachstum der Kunden, die Kundenbindung, das Umsatzwachstum insgesamt und die Frage, ob die Zahl der Werbetreibenden gestiegen ist.“ (Quelle: https://support.google.com/partners/answer/3126965)

Diese Beurteilung ist eines der Kriterien für die Vergabe der Spezialisierung, neben der Zertifizierung und den Werbeausgaben für einen AdWords-Produktbereich. Somit kann es passieren, dass eine Agentur trotz zertifizierter Mitarbeiter und genug Ausgaben in einem Bereich dennoch keine Spezialisierung in diesem Bereich erhält, weil die Unternehmensleistung nicht genügend ist.

Alte Kundenkonten beeinflussen die Leistung

Bei der Beurteilung der Unternehmensleistung, welche hier auch als Agenturleistung verstanden wird, spielt noch ein Faktor eine Rolle. Laut Google werden die Kundenkonten ab dem Zeitpunkt der Verknüpfung mit dem AdWords-Verwaltungskonto (MCC) überprüft.

An dieser Stelle müssen die Agenturen genau aufpassen, welche Kundenkonten sie in ihrem MCC verknüpft haben und wie gut diese performen. Einige (auch große) Agenturen haben früher Kunden in ihrem MCC behalten, auch wenn die Kampagnen nicht mehr aktiv betreut werden. Damit können sie dem Kunden zum Beispiel bei Bedarf bei einzelnen Fragen helfen, wenn der Kunde sich selbst um seine AdWords Kampagnen kümmert.

Performen diese Kampagnen jedoch nicht gut, haben solche Konten einen negativen Einfluss auf die Leistungsbewertung der Agentur. Damit kann am Ende die Leistung in den einzelnen AdWords-Produktbereichen unter das geforderte Minimum fallen und gar den gesamten Partner-Status der Agentur gefährden.

Insbesondere wenn die neue Anzeige der Unternehmensleistung schlechtere Werte anzeigt, als man selbst vermutet, sollte die Agentur sich fragen, ob solche Konten-Verknüpfungen noch sinnvoll sind. Eine Möglichkeit wäre, nicht mehr aktiv betreute Konten in ein neue MCC auszulagern, welches nicht mit dem Haupt-MCC verknüpft ist, welches für den Partner-Status bewertet wird.

Alternativ können die betroffenen Kampagnen auch mal wieder optimiert werden, was wiederum im Sinne der Kundenbindung wäre. Weiterhin schreibt Google, dass die Agenturen die Unternehmensleistung verbessern können, „wenn Sie sich der Marketingziele Ihrer Kunden bewusst sind und deren AdWords-Kampagnen so optimieren, dass diese Ziele erreicht werden“.

Das wichtigste dabei: Die kontinuierliche Optimierung der AdWords Kampagnen bringt Vorteile vor allem für die Kunden und zeigt diesen auch, dass ihre AdWords Agentur sich gut mit dem Bereich auskennt und für ein Wachstum sorgen kann.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Google: Änderungen bei AdWords 2016

Google hat am Dienstag zum Performance Summit 2016 geladen. Wie schon in den Jahren zuvor, hat das Unternehmen die bevorstehenden Änderungen bei Google AdWords und Google Analytics vorgestellt. Besonders das AdWords Werbeprogramm soll ein umfassendes Update erhalten. Sridhar Ramaswamy, Senior Vice President, Ads and Commerce bei Google, spricht von der "größten Veränderung der Text Ads seit AdWords vor 15 Jahren gestartet ist“. Schauen wir also auf die Änderungen, die uns in den kommenden Wochen und Monaten erwarten.

Mobile-First Strategie auch bei AdWords Anzeigen

Google geht weiter in Richtung „Mobile First“. Denn mittlerweile komme die Hälfte aller Suchanfragen bei Google von mobilen Endgeräten, so Ramaswamy bei der Präsentation der Neuerungen. Bereits im Februar hat Google die rechte Anzeigenspalte auf Desktop-Computern entfernt und das Aussehen der Suchergebnisseiten auf Desktop, Tablet und Mobile aneinander angeglichen. Vor einigen Tagen haben organische Suchergebnisse mehr Breite erhalten, so dann nun mehr Text bei der Überschrift und der Beschreibung angezeigt werden kann. Nun folgen auch die bezahlen Anzeigen.



Expanded Text Ads – längere Anzeigentexte kommen

Bereits seit einiger Zeit testet Google längere Anzeigentexte. Wir haben über diesen Beta-Test bereits geschrieben. Nun ist es offiziell: Zum ersten Mal in 15 Jahren ändert Google das Format für die Textanzeigen.


Mit mehr Text für die Überschrift und den Beschreibungstext werden die neuen Anzeigen knapp 50% größer. Konkret heißt es:
  • Statt der bisherig einer Überschrift mit maximal 25 Zeichen wird es künftig zwei Überschriften mit je 30 Zeichen geben.
  • Die beiden Beschreibungstexte mit je 35 Zeichen werden zu einer Zeile mit insgesamt 80 Zeichen zusammengefasst.
  • Bei der Anzeige-URL wird die Domain automatisch gesetzt und entspricht der Domain der finalen URL. Dafür lässt sich der angezeigte Pfad hinter der Domain mit zwei jeweils 15 Zeichen langen Blöcken anpassen.

Frühere Tests hätten gezeigt, dass die erweiterten Textanzeigen bis zu 20 Prozent höhere Klickraten haben, so Google in der Ankündigung. Werbetreibende sollen sich bereits auf das neue Anzeigenformat einstellen, bevor es später in diesem Jahr ausgerollt wird.


Gebotsanpassungen – Desktop und Tablet wieder einzeln ansteuern

Eine weitere wichtige und von vielen lang erwartete Neuerung betrifft die Gebote für unterschiedliche Geräte. Als Google vor einigen Jahren die erweiterten Kampagnen eingeführt hat, wurden auch neue Gebotsanpassungen für verschiedene Geräte eingeführt. Aktuell können die Werbetreibenden nur einen Gebot für Desktop-Computer und Tablet festlegen. Künftig sollen wieder getrennte Gebote für alle Geräte-Typen möglich werden – für Desktop ebenso für Tablets und, wie bereits jetzt, für Mobile, also Smartphones.

Damit gibt Google den Werbetreibenden wieder mehr Kontrolle und mehr Flexibilität bei der Optimierung von Geboten für verschiedene Geräte in die Hand. Außerdem sollen Gebotsanpassungen künftig um bis zu +900% möglich sein statt der aktuellen maximal +300%.

Dabei wird es möglich sein, selbst eine Geräteklasse als Basis auszuwählen. Mit Gebotsanpassungen werden dann die Gebote für die anderen Geräte gesteuert. Aktuell ist die Geräteklasse „Desktop und Tablet“ automatisch die Basis und mit Gebotsanpassungen lassen sich nur die Mobilgeräte anders ansteuern.



Responsive Anzeigen im Display-Netzwerk

Auch für das Display-Netzwerk hat Google einige Neuerungen angekündigt. Getreu dem „Mobile First“ Motto soll es ein neues Anzeigenformat „Responsive Display Ads“ geben. Werbetreibende sollen nur noch einige Elemente für die Anzeigen anlegen, wie die Überschrift, Beschreibungstext, ein Bild und die URL. Daraus will Google dann selbst Anzeigen zusammensetzen, die zum jeweiligen Umfeld besser passen. Auch will Google mit dem neuen Anzeigenformat Native Advertising ermöglichen. Allerdings wurden noch keine genaueren Angaben dazu gemacht.

Lokale Anzeigen in Google Maps

Bei den mobilen Suchanfragen bezieht sich rund ein Drittel auf die lokalen Suchergebnisse. Daher will Google neue Anzeigenformate im lokalen Bereich testen und bei Erfolg später auch einführen. So sollen zum Beispiel lokale Suchanzeigen auf Google.com und Google Maps erscheinen. Mehr Details dazu...

Ebenso will Google für mehr Branding in Maps sorgen. Bei „Promoted Pins“ sollen zum Beispiel einzelne Standorte mit einem Logo gekennzeichnet werden können. Für lokale Geschäfte soll es zudem eine Möglichkeit geben, Sonderangebote und das gesamte Sortiment anzuzeigen.



Zielgruppen-Ausrichtung in der Suche

Als eine weitere Neuerung bei AdWords wurde die Ausrichtung auf Zielgruppen im Suchnetzwerk angekündigt. So sollen die Anzeigen künftig nicht nur auf Suchanfragen ausgerichtet werden. Viel mehr will Google die aus dem Display-Bereich bekannten „ähnlichen Zielgruppen“ auch im Suchnetzwerk bereitstellen. Auch sollen demographische Kriterien für die Werbung in der Suche angeboten werden. Diese Funktion befindet bereits seit einiger Zeit im Beta-Test.

Neue AdWords-Benutzeroberfläche

Natürlich wurde auch die kommende neue Benutzeroberfläche von Google AdWords vorgestellt. Im März hatte Google ja eine komplett überarbeitet Web-Oberfläche angekündigt. Nun wurde das Unternehmen etwas konkreter und zeigt, wie das neue Web-Interface aussehen könnte. Viel Neues gab es allerdings noch nicht zu sehen. So sollen einige Einstellungen einfacher erreicht werden können. Auch soll die Startseite nach dem Login ein neues Dashboard zeigen, welches aufgeräumter ist und mehr wichtigere Informationen zeigen wird. Einen konkreten Termin gab es für die neue Oberfläche nicht. Fest steht nur: Google will die neue AdWords Oberfläche bis ins Jahr 2017 entwickeln und testen. Dabei sollen später auch ausgewählte Agenturen und Werbetreibende ihren Feedback dazu geben können.


Weiterhin hat Google mehrere Neuerungen bei Google Analytics und ein neues Daten-Visualisierung-Tool Data Studio angekündigt. Weitere Details zum Data Studio gibt es im Google Blog.

Die komplette Präsentation der „Ads & Analytics Innovations“ ist als Video verfügbar:


Bilder: Google bzw. Screenshots vom "Google Ads & Analytics Innovations Keynote" Video auf YouTube

Freitag, 6. Mai 2016

Google testet lange Anzeigentexte

Google testet gerade ein neues Format für die Anzeigentexte.  Dieser bietet fast doppelt so viel Platz für in der Überschrift und beim Anzeigentext und soll so für höhere Klickraten sorgen.


Die Anzeigentexte sind bei einer AdWords Kampagne sehr wichtig. Sie sollen die Nutzer davon überzeugen, genau Ihr Angebot auszuwählen und auf Ihre Website zu gehen. Dabei muss die Werbebotschaft in das kleine von Google vorgegebene Format passen: eine Zeile für die Überschrift mit 25 Zeichen und zwei Zeilen Text mit je 35 Zeichen.

Je nach Produkt oder Dienstleistung kann es schon schwierig sein, eine gute Werbebotschaft in dieses kleine Format zu bringen. Besonders bei langen zusammengesetzten Wörtern sind die Text-Zeilen schnell ausgefüllt. Nun will Google mit einem neuen Anzeigenformat mehr Platz für die Texte bieten und hat einen Beta-Test gestartet, wie Search Engine Land berichtet.

Längere Überschriften und mehr Platz für Anzeigentext

Bisher wurde die Anzeigenüberschrift mit dem Inhalt der ersten Textzeile erweitert, wenn diese mit einem Satzzeichen endet. Künftig sollen Anzeigentexte zwei Überschrift-Zeilen enthalten – mit je 30 Zeichen, die dann als eine Überschriftzeile dargestellt werden kann.  Aus den zwei Textzeilen soll eine Zeile werden, die künftig bis zu 80 Zeichen beinhaltet.

Neues Format für die Display-URL

Eine weitere Neuerung beim neuen Anzeigenformat betrifft die Display-URL. Bisher war diese auf 35 Zeichen beschränkt. Hier mussten die Werbetreibenden ihre Domain unterbringen und konnten ggf. noch einige Keywords als Teil einer (fiktiven) URL dahinter setzen. Im neuen Anzeigenformat kann ein Pfad mit zwei Unterordnern an die Domain angehängt werden. Im Screenshot hat der Werbetreibende zwei Pfade „/NewYorkCity“ und „/Budget“ eingetragen.


Geschlossenes Beta

Der Anzeigentest läuft derzeit als ein geschlossenes Beta. Das bedeutet, dass ausgewählte Werbetreibende die neuen Funktionen für ihre Anzeigen ausprobieren können. Und wir demnächst also auch solche langen Anzeigen hin und wieder sehen können. Ob und wann die neuen Formate auch für alle AdWords Nutzer freigeschaltet werden, ist noch unbekannt.

Montag, 7. März 2016

Google AdWords Conversion Tracking Code Tipps

Mit Conversion-Tracking können Sie ermitteln, wie effektiv Ihre Anzeigenklicks zu gewinnbringenden Nutzeraktivitäten auf Ihrer Website führen, beispielsweise Käufe, Anmeldungen oder das Ausfüllen von Formularen. Hier fassen wir zusammen, wie Sie den Conversion Tracking Code, auch “Tag” genannt, für Ihre Website erstellen, um Kundenaktionen zu erfassen.


Conversions auf einer Website erfassen

1. Conversion-Tracking-Tag im AdWords-Konto abrufen

  1. Klicken Sie auf den Tab Tools und wählen Sie im Drop-down-Menü Conversions aus.
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche + CONVERSION.
  3. Nun werden Optionen für die verschiedenen Arten von Conversion-Quellen angezeigt, die erfasst werden können. Wählen Sie die Option “Website” aus.
  4. Geben Sie unter Name einen Namen und unter Wert den Wert für die zu erfassende Conversion-Aktion ein und wählen Sie anschließend die passenden Zählmethode, Zeitraum und Kategorie aus.
  5. Klicken Sie auf Speichern und fortfahren.
  6. Überprüfen Sie Ihre Einstellungen. Wenn Sie Änderungen vornehmen möchten, klicken Sie auf Conversion-Einstellungen bearbeiten.
  7. Wenn Sie für Websites, die nicht auf HTML basieren, die Auszeichnungssprache ändern oder anstelle von Seitenaufrufen Klicks auf Schaltflächen oder Links erfassen möchten, klicken Sie unter “Tag einfügen” auf Erweiterte Tag-Einstellungen und nehmen Sie die gewünschten Änderungen vor.

Tipps zur Zählmethode bei Conversions

Mit der “Zählmethode” legen Sie fest, wie die Conversions gezählt werden sollen:
  • Jede: Diese Einstellung ist am besten für Verkäufe geeignet, wenn wahrscheinlich jede Conversion gewinnbringend für Ihr Unternehmen ist.
  • Eine: Diese Einstellung eignet sich am besten für Leads wie beispielsweise ein Anmeldeformular auf Ihrer Website, wenn wahrscheinlich nur eine Conversion pro Anzeigenklick gewinnbringend für Ihr Unternehmen ist.
Weitere Tipps zum Erstellen von Conversion Tracking Codes in Google AdWords liefert Google in der AdWords Hilfe. Gerne hilft Ihnen auch Ihre AdWords Agentur dabei.

2. Tag auf der Website einfügen

  1. Öffnen Sie den HTML-Code der Webseite, auf die Ihre Kunden nach dem Ausführen einer Conversion auf Ihrer Website gelangen. Dies kann beispielsweise die Website mit der Mitteilung “Vielen Dank für Ihre Bestellung” sein. Diese Seite wird auch als “Conversion-Seite” oder “Danke-Seite” bezeichnet.
  2. Fügen Sie den in Teil 1 generierten Tag zwischen den Body-Tags (<body></body>) der Seite ein.
  3. Speichern Sie die Änderungen an der Webseite. Fertig!
<!-- Google-Code für die Conversion-Seite "Kauf" -->
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/* <![CDATA[ */
var google_conversion_id = 1234567890;
var google_conversion_language = "de_DE";
var google_conversion_format = "3";
var google_conversion_color = "ffffff";
var google_conversion_label = "xxx-XXx1xXXX123X1xX";
var google_conversion_value = 10.00;
var google_conversion_currency = "EUR";
var google_remarketing_only = false;
/* ]]> */ 
</script>
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<noscript>
<div style="display:inline;">
<img height="1" width="1" style="border-style:none;" alt="" src="//www.googleadservices.com/pagead/conversion/1234567890/?value=10.00&amp;currency_code=EUR&amp;label=xxx-XXx1xXXX123X1xX&amp;guid=ON&amp;script=0"/>
</div>
</noscript>
Wie oben erwähnt, fügen Sie den Conversion-Tracking-Tag wahrscheinlich auf einer Seite ein, bei deren Aufruf eine Conversion gezählt werden soll. Sie können jedoch auch Klicks auf eine Schaltfläche oder einen Link als Conversions erfassen. Dies ist beispielsweise in folgenden Fällen sinnvoll:
  • Besucher Ihrer Website werden nach einem Klick auf die Schaltfläche “Kaufen” zum Bezahlen auf die Website eines Drittanbieters und anschließend nicht unbedingt auf die Bestätigungsseite Ihrer Website weitergeleitet.
  • Besucher Ihrer Website laden ein Whitepaper, eine App oder eine sonstige Datei herunter und vor dem Download wird keine Interstitial-Seite mit dem Conversion-Tracking-Code angezeigt.
  • Besucher Ihrer Website klicken auf einen Verweislink für ein anderes Unternehmen und verlassen Ihre Website.
Wenn Sie keine Seitenaufrufe, sondern Klicks auf Schaltflächen oder Links erfassen möchten, fügen Sie dem Conversion-Tracking-Tag den Befehl “onclick” gemäß folgender Anleitung hinzu.

1. Onclick-Handler für Conversions einrichten

Zum Erstellen des Tracking-Codes für Erfassung von Clicks als Conversions gehen Sie zunächst genauso vor, wie ober erwähnt. Beim Abrufen des Tracking-Codes in der AdWords Oberfläche haben Sie jedoch die Möglichkeit, einen angepassten Code für die Erfassung von Clicks zu wählen:
  1. Klicken Sie dazu auf den eher unscheinbaren Link Legen Sie fest, ob Conversions beim Seitenaufbau oder bei einem Klick erfasst werden sollen.
  2. Es öffnet sich eine Auswahl, ob Sie einen Tracking-Code für den “Seitenaufbau” oder für einen “Klick” benötigen. Wählen Sie Klick aus. Dann erhalten Sie folgenden Tracking-Code, denn Sie in Ihre Website einbauen können.
<!-- Google Code for Online Verkauf Conversion Page
In your html page, add the snippet and call goog_report_conversion when someone clicks on the chosen link or button. -->
<script type="text/javascript">
  /* <![CDATA[ */
  goog_snippet_vars = function() {
    var w = window;
    w.google_conversion_id = 1234567890;
    w.google_conversion_label = "xxx-XXx1xXXX123X1xX";
    w.google_conversion_value = 10.00;
    w.google_conversion_currency = "EUR";
    w.google_remarketing_only = false;
  }
  // DO NOT CHANGE THE CODE BELOW.
  goog_report_conversion = function(url) {
    goog_snippet_vars();
    window.google_conversion_format = "3";
    window.google_is_call = true;
    var opt = new Object();
    opt.onload_callback = function() {
    if (typeof(url) != 'undefined') {
      window.location = url;
    }
  }
  var conv_handler = window['google_trackConversion'];
  if (typeof(conv_handler) == 'function') {
    conv_handler(opt);
  }
}
/* ]]> */
</script>
<script type="text/javascript"
  src="//www.googleadservices.com/pagead/conversion_async.js">
</script>

2. Tag auf der Website einfügen

  1. Rufen Sie die Seite Ihrer Website mit der Schaltfläche oder dem Link auf, bei denen Sie den Klick als Conversion erfassen wollen. Öffnen Sie dann den zugehörigen HTML-Code zur Bearbeitung.
  2. Fügen Sie das in AdWords generierte Code-Snippet zwischen den body-Tags (<body></body>) der Seite ein.
  3. Fügen Sie den Handler onclick in den HTML-Code ein. Welchen onclick-Befehl Sie genau verwenden, ist abhängig davon, ob ein Textlink, ein Bild oder eine Schaltfläche auf der Website angezeigt wird.

Beispiele für eine Conversion bei Klick

Ersetzen Sie im Code unten die Beispiel-URL und den Text durch Ihren tatsächlichen Link und den gewünschten Text!

<body>
   
<!-- Beispiel-Link für einen Dateidownload. -->
<a onclick="goog_report_conversion('http://www.ihrebeispielurl.de/whitepapers/a.pdf')" href="http://www.ihrebeispielurl.de/whitepapers/a.pdf" >JETZT HERUNTERLADEN</a>
 
<!-- Beispiel für eine Schaltfläche -->
<button onclick="goog_report_conversion('http://ihrebeispielurl.de/ihr-link')" href="http://ihrebeispielurl.de/ihr-link">Jetzt herunterladen!</button>
 
<!-- Beispiel für einen Bild -->
<img src="herunterladen_schaltfläche.gif" alt="White Paper herunterladen" width="32" height="32" onClick="goog_report_conversion('http://ihrebeispielurl.de/ihr-link')"/>
 
</body>
</html>

Fügen Sie für die Tracking-Funktion nicht nur das Conversion-Tracking-Tag, sondern auch den entsprechenden onclick-Code aus einem der obigen Beispiele ein. Dadurch wird in AdWords nur dann eine Conversion erfasst, wenn ein Nutzer auf einen ausgewählten Link oder eine ausgewählte Schaltfläche klickt.


Extra-Tipp: AJAX-Request als Conversion

Immer wieder treffen wir auf Websites, in denen das Kontakt-Formular per AJAX abgeschickt wird. Hier gibt es dann keine Website mit einer “Vielen Dank” Meldung, auf welche die Kunden nach dem Ausführen einer Conversion gelangen. Um auch diese Conversion in AdWords zu erfassen können Sie einen einfachen Trick verwenden:

Nutzen Sie den oben definierten Onclick-Handler, rufen diesen jedoch nicht bei einem Klick sondern beim erfolgreichen Versand des AJAX-Requests auf.

Diese Methode ist viel “sauberer”, als bisherige Lösungen, in denen das Image-Tag aus dem NoScript-Bereich des Standard-Conversion-Tracking-Codes manuell mit Hilfe von JavaScript in die Seite eingefügt wurde, wie etwa hier beschrieben: http://sem-blog.com/klicks-als-adwords-conversion-messen-791/

Je nach verwendeter JavaScript-Bibliothek oder auch bei nativen JavaScript-AJAX-Requests können Sie eine Callback-Funktion definieren, welche nach erfolgreichem Versand aufgerufen wird. In diesem Fall soll es der Aufruf von goog_report_conversion() sein. Als Parameter für den Funktionsaufruf sollten Sie noch eine (virtuelle) URL verwenden, die als “Bestellbestätigunsseite” in den Reports angezeigt werden kann.

Hier ist ein Beispiel für den Tracking-Code Aufruf mit jQuery:

$(document).ready(function() {
 
    // process the form
    $('form').submit(function(event) {
 
        // get the form data
        // there are many ways to get this data using jQuery (you can use the class or id also)
        var formData = {
            'name'              : $('input[name=name]').val(),
            'email'             : $('input[name=email]').val()
        };
 
        // Assign handlers immediately after making the request,
        // and remember the jqXHR object for this request
 
        var jqxhr = $.ajax({
            type        : 'POST', // define the type of HTTP verb we want to use (POST for our form)
            url         : 'https://www.ihredomain.de/kauf-abschliessen.php', // the url where we want to POST
            data        : formData, // our data object
            dataType    : 'json' // what type of data do we expect back from the server
        })
        // using the done callback
        .done(function(url) {
 
                goog_report_conversion(url);
 
                // here we will handle errors and validation messages
        })
        .fail(function() {
                // AJAX error
        })
        .always(function() {
                // complete
        });
 
        // stop the form from submitting the normal way and refreshing the page
        event.preventDefault();
    });
 
});
 
Das wichtigste in diesem Beispiel ist also die .done() Callback-Funktion, die nach einem erfolgreichen AJAX-Request aufgerufen wird. Hier wird dann das AdWords Conversion Tracking aufgerufen.

Deprecation Notice: The jqXHR.success(), jqXHR.error(), and jqXHR.complete() callbacks are deprecated as of jQuery 1.8. To prepare your code for their eventual removal, use jqXHR.done(), jqXHR.fail(), and jqXHR.always() instead. (Quelle: http://api.jquery.com/jquery.ajax/#jQuery-ajax-settings )

Montag, 22. Februar 2016

Google streicht AdWords Anzeigen auf der rechten Seite


Google passt die Darstellung der Suchergebnisse auf dem Desktop an. Künftig wird es keine bezahlten Ergebnisse (auch als AdWords Anzeigen bekannt) auf der rechten Seite geben. Damit wird das Aussehen der Seite an die mobilen Ergebnisseiten angepasst. Gleichzeitig will Google jetzt bis zu 4 Anzeigen über den organischen Suchergebnissen schalten und auch drei Anzeigen unten auf der Seite platzieren. Wir fassen die bevorstehenden Änderungen zusammen und welche Auswirkungen sie haben werden.

Google AdWords

Was ändert sich?

Bisher zeigt Google auf einem Desktop-PC bis zu drei Anzeigen über den organischen Suchergebnissen. Auf der rechten Seite werden nochmal bis zu 8 AdWords Anzeigen eingeblendet.

Beim neuen Design sollen vier Anzeigen über den organischen Ergebnissen stehen. Zusätzlich werden drei Anzeigen ganz unten auf der Seite geschaltet. Die rechte Seitenleiste soll leer bleiben. Allerdings gibt es dafür eine Ausnahme: Die Anzeigen aus Google Shopping Kampagnen – auch als Product Listing Ads (PLA) bekannt – werden weiterhin rechts neben den Suchergebnissen und den Top-Anzeigen dargestellt.

Damit werden die Suchergebnisse bei Google auf einem Desktop fast genauso aussehen, wie auf einem mobilen Gerät. Auf einem Smartphone ist bekanntlich nicht genügend Platz für eine rechte Spalte. Und auf Tablets hat Google das neue Interface bereits in November 2015 eingeführt. Damals wurde die Darstellung aus einer Kombination von Desktop- und mobilen Version gegen einem Smartphone-ähnlichen Aussehen geändert.

Die erste Abbildung zeigt die bisherige Suchergebnisseite und die zweite Abbildung stellt die neue Darstellung der AdWords Anzeigen dar.

Bisherige Darstellung von AdWords Anzeigen
Neues Aussehen der Suchergebnisseite mit 4 Top-Anzeigen

Warum die Änderung?

Google testet das neue Erscheinungsbild der Suchseiten bereits seit mehreren Jahren. In letzter Zeit wurden auch sie Suchergebnisseiten auch in Deutschland andere Anzeigen-Plätze getestet. Nun soll das neue Aussehen der Seite ohne die rechte Anzeigen-Spalte global ausgerollt werden.
Ein Google-Sprecher bestätigte gegenüber Search Engine Land, dass die Änderungen nun für alle Suchanfragen in allen Sprachen ausgerollt werden.

Mit dem neuen Layout erreicht Google nach eigenen Angaben, dass die Ergebnisse insgesamt mehr Relevanz für die Nutzer haben werden. Auch sollen neue Anzeigen-Platzierungen eine bessere Performance für Werbetreibende bringen.

Laut mehreren Studien beschäftigen sich die Nutzer meistens nur mit den oberen Ergebnissen auf der Suchseite. Die durchschnittliche Klickrate dürfte hier deutlich höher sein, als auf den Anzeigen in der rechten Spalte (right hand side, RHS). Es wird zudem spekuliert, dass die Klicks auf die vier AdWords Anzeigen oberhalb der organischen Ergebnisse insgesamt mehr Umsatz für Google bringen, als die relativ günstigen Klicks auf der gesamten rechten Spalte.

Was bedeutet diese Änderung?

Das neue Aussehen von Suchergebnisseiten (SERP) hat eine Vielzahl von Auswirkungen. Wir fassen diese zusammen:

1. Die Anzahl der Werbeplätze auf einer Suchergebnisseite (SERP) wird reduziert – von bisher 11 auf nun 7 Anzeigenpositionen. Damit wird der Konkurrenzkampf um die verbleibenden Anzeigenplätze größer.

2. Der höhere Wettbewerb um die Top-Positionen kann zunächst dazu führen, dass das Schalten von AdWords Anzeigen teurer wird.

3. Bisher haben kleinere Unternehmen, die zuvor ihre Anzeigen auf unteren Positionen in der rechten Seitenleiste geschaltet haben, auch Aufmerksamkeit von potenziellen Kunden zum Teil für sehr wenig Geld hatten. Durch den Wegfall von diesen günstigen Anzeigenpositionen können einige Unternehmen auch ihre Kampagnen stoppen und kein AdWords mehr schalten.

4. Der gleiche Grund kann auch zu einer höheren Markteintrittsbarriere für kleinere Unternehmen führen. Denn nicht alle Unternehmen verfügen über genügend Budget und Know-how, um mit den Big-Playern bei den Top-Positionen zu konkurrieren.

5. Die Top-Positionen waren bereits bisher nur durch eine bessere Relevanz zu erreichen. Behält Google den Kurs bei, werden immer mehr Werbetreibende Wert auf eine höhere Qualität ihrer Anzeigen, Keywords und Landingpages legen. Durch den besseren Qualitätsfaktor werden auch die neuen Top-Positionen dadurch wieder günstiger. Die Klickpreise (CPC) können mittelfristig wieder sinken.

6. Die ersten Positionen der organischen Ergebnisse rutschen in der Darstellung weiter nach unten. Je nach Display-Größe können sie sogar komplett aus dem sichtbaren Bereich („above the fold“) verschwinden. Dadurch wird der Kampf um Top Positionen auch Bereich SEO angefeuert.

7. Die Anzeigen auf den Top-Positionen werden höhere Klickraten erzielen und auch insgesamt mehr Klicks bekommen. Dadurch verdient Google am Ende auch mehr.

Fazit: Was soll ich als Werbetreibende unternehmen?

Diese Frage werden sich in diesen Tagen sicherlich viele stellen. Wie öfter erwähnt, legt Google viel Wert auf die Relevanz der Suchergebnisse für die Nutzer. Auch die Anzeigen und die Angebote auf den Websites dahinter sollen für die Nutzer relevant sein. Die Qualität der Kampagnen gewinnt also weiter an Bedeutung. Für alle, die Google AdWords als einen Marketing-Kanal auch künftig nutzen wollen, wird es einmal mehr lohnen, sich mit der AdWords Optimierung zu beschäftigen. Wir von DAIR Media helfen Ihnen gerne dabei und kümmern uns laufend darum, dass Ihre Werbekampagnen die bestmögliche Leistung erreichen.

Freitag, 12. Februar 2016

Zufällig erstelltes AdWords Account wieder löschen

Es kann sehr einfach passieren: Ich wollte für einen Kunden neue E-Mail Adresse einen Zugriff auf ein bestehendes AdWords Konto einrichten. Nachdem die Einladung verschickt wurde, logge ich mich mit der neuen E-Mail Adresse bei Google ein und will auf das AdWords Account zugreifen. Doch etwas geht schief und ich lande in einem komplett neuen AdWords Konto. Jetzt werde ich aufgefordert, eine neue Kampagne anzulegen und Abrechnungsdaten einzugeben. Doch das will ich ja nicht! Ich möchte auf ein bereits bestehendes Konto zugreifen, zu dem ich sogar eine Einladung erhalten habe.

Kommt Ihnen die Situation bekannt vor? Keine Bange, es gibt eine (einfache) Lösung dafür. Auch wenn Google es einem nicht ganz einfach macht.



Hat Google nach dem Login mit der neuen E-Mail Adresse damit angefangen, einen neuen AdWords Account einzurichten, steckt man aktuell in diesem Prozess fest. Das System verlangt, dass der Nutzer Budget und Keywords sowie eine erste Anzeige definiert und seine Abrechnungsdaten eingibt.

Bisher war es möglich, diesen Prozess abzubrechen und über das Zahnradsymbol oben rechts auf die Seite "Einstellungen" zu gelangen und dort den Account aufzulösen, so wie es unter https://support.google.com/adwords/answer/2424604 beschrieben ist. Leider ist es inzwischen nicht mehr möglich. Ist der Prozess mit der Erstellung der neuen Kampagne einmal gestartet, kann der Nutzer diesen nicht mehr stoppen, ohne ihn abzuschließen.

Die Abhilfe kann allerdings Google Support schaffen: Auf Nachfrage ist es möglich, dass der Support den Account manuell auflöst, auch mitten im Einrichtungsprozess. Der Ablauf:

  1. AdWords Support anrufen. Dabei gilt zu beachten, dass Agenturpartner eine eigene Hotline haben, als neue AdWords Kunden.
  2. Die Situation schildern: "Wir wollten für eine neue E-Mail Adresse einen Zugriff auf bestehendes AdWords-Konto einrichten, haben stattdessen fälschlicherweise mit Erstellung eines neuen Accounts angefangen“.
  3. Die ID des neuen (unbeabsichtigt erstellten) Accounts durchgeben. Diese steht oben rechts hinter der Bezeichnung „Kundennummer“.
  4. AdWords Support schickt eine E-Mail an die E-Mail Adresse, die zum Anlegen dieses "falschen" Accounts verwendet wurde.
  5. Mit einer Antwort auf die E-Mail wird dem Support eine Vollmacht erteilt, den Account zu löschen.
  6. Nachdem der Support den Account gelöscht hat, kann die E-Mail Adresse dann mit einem bestehenden AdWords Account, wie anfangs auch gewünscht, verknüpft werden. Ggf. hilft noch ein Logout und dann wieder ein Login mit dieser E-Mail Adresse weiter.
Das war’s. Haben Sie Fragen zum Einrichten von Google AdWords? Ihre AdWords Agentur hilft Ihnen gerne. auch wir bei DAIR Media stehen Ihnen bei Fragen zu Google AdWords gerne zur Verfügung.