Mittwoch, 5. August 2015

7 Argumente für Branding Anzeigen in AdWords

Immer wieder stellen Kunden und auch Kampagnen-Manager die Frage, ob sie eine Brand-Kampagne erstellen sollen. Die Frage ist also, ob sie auch auf Firmen-Namen („Brand-Keywords“) bieten sollen oder nicht. Eine Frage, die sich pauschal nur schlecht beantworten lässt. Wie so oft gilt auch hier: Es kommt darauf an. Es gibt Argumente sowohl für als auch gegen Brand-Bidding auf den eigenen Markennamen.
Das häufigste Argument GEGEN einer Brand-Kampagne für die eigene Marke: Bei der Suche nach dem eigenen Firmennamen wird die eigene Website als erste in den organischen Ergebnissen angezeigt. Warum soll noch Geld ausgegeben werden, um zusätzlich eine Anzeige zu schalten?

Es gibt jedoch mehrere Gründe, die FÜR eine Schaltung von AdWords Anzeigen auf den eigenen Markennamen sprechen. Mit solchen Anzeigen wird der Branding-Effekt oft verstärkt und es lassen sich günstig Conversions generieren. Nachfolgend finden Sie diese und weitere Vorteile einer Branding-Kampagne.

1. Bessere Präsenz auf Suchergebnis-Seiten und ein "Seriösitätsbonus" bei den Kunden

Die Anzeigen erscheinen vor den organischen Suchergebnissen. Werden bei der Kampagne auch Sitelinks (s. nächsten Punkt) und andere Anzeigenerweiterungen genutzt, belegt eine AdWords Anzeige viel Platz und dominiert die Suchergebnis-Seite. Die organischen Suchergebnisse rutschen weiter nach unten. Dies hat gleich mehrere Effekte: Die größere und auffälligere anzeige wird öfter angeklickt, durch die höhere Klickrate steigt die Relevanz der Anzeige und die Klickpreise sinken.

Außerdem kann es vorkommen, dass bei der Suche nach einer Marke in den organischen Ergebnissen auch ältere Presseberichte oder negative Foren-Beiträge über die Firma angezeigt werden. Durch die Schaltung der Anzeigen rutschen diese weiter nach unten und werden von den Nutzern weniger wahrgenommen. So können die Brand-Anzeigen auch die Online-Reputation des Unternehmens retten.

2. Wahl einer beliebigen Ziel-Seite und Möglichkeit, Sitelinks mit zusätzlichen Angeboten zu schalten

Bei den organischen Suchergebnissen wird für das eigene Marken-Keyword meistens die Startseite oder eine andere starke Seite des Firmen-Webauftritts angezeigt. Selten werden noch weitere Unterseiten mit angezeigt. Hier entscheidet Google, welche Zielseite dem Nutzer präsentiert wird.

Bei den AdWords Anzeigen entscheidet dagegen das Unternehmen selbst, auf welche Zielseiten die Nutzer weitergeleitet werden sollen. Zudem können mit verschiedenen Anzeigenerweiterungen zusätzliche Informationen mit eingeblendet werden. So können aktuell zum Beispiel die eigene Telefonnummer und zusätzliche Informationen wie USPs neben bzw. unter den Anzeigen gezeigt werden.

Mit den so genannten Sitelinks können zudem weitere Unterseiten, wie aktuelle Angebote oder einzelne Produkte und Dienste darstellen. Auch hier entscheidet das werbende Unternehmen, welche Teile der eigenen Website angezeigt werden sollen.

Neben mehr Kontrolle haben Sitelinks auch den Effekt, dass sie mehr Fläche auf dem Bildschirm ausfüllen und so eher zu einem (gezielten) Klick eines Nutzer führen.

3. Neue Branding-Botschaften testen

Mit Brand-Anzeigen lassen sich auch verschiedene Webebotschaften testen. Denn bei einer Brand-Kampagne können mehrere Anzeigen geschaltet werden, die gegeneinander antreten. In den Reports lässt sich dann einfach ablesen, welche Texte bei den Nutzern besser ankommen und welche Texte zu mehr Conversions führen.

4. Mehr Klicks, bessere Klickrate, günstige Klickpreise

Wie bereits in den beiden vorherigen Punkten erwähnt, erzielen die Brand-Anzeigen meistens eine sehr hohe Klickrate. Denn die Relevanz der Anzeige und der Zielseite zu der Suchanfrage ist hoch. Und je höher die Klickrate, desto besser wird auch der Qualitätsfaktor der Brand-Keywords. Und damit sinkt der Klickpreis (CPC). Und dabei sind die Klickpreise für eigene Brand-Keywords bereits niedrig, da es kaum Konkurrenz gibt, die die Preise in die Höhe treiben kann. Im Vergleich zu den allgemeineren (Produkt)-Keywords, auf die auch die Konkurrenz bietet, sind die eigenen Brand-Keywords also deutlich günstiger und konvertieren meistens viel besser.

Nebenbei bemerkt: Ein guter Qualitätsfaktor bei den Brand-Keywords kann auch dem gesamten Account zugutekommen. Es gibt die Meinung unter den AdWords Experten, dass es so etwas wie ein Account-Qualitätsfaktor existiert (vgl. http://www.wordstream.com/blog/ws/2015/07/29/account-level-quality-score). Stimmt es, dann haben die Brand-Keywords und Brand-Kampagnen einen positiven Einfluss auf die restlichen Keywords im AdWords Account.

5. Absicherung gegen Mitbewerber / Brand-Bidding

Bei Google AdWords ist es oft möglich, Anzeigen auch für fremde Firmennamen zu schalten. Somit kann Konkurrenz auch Anzeigen schalten, wenn der eigene Firmenname gesucht wird. Ist der eigene Firmenname zudem recht allgemein oder beinhaltet auch generische Begriffe, wie zum Beispiel „Dachdecker Müller“, dann können bei solchen Suchanfragen ebenfalls Anzeigen der Konkurrenz geschaltet werden. Damit erscheinen fremde Anzeigen über den organischen Suchergebnissen.

Eigene Anzeigen haben jedoch eine höhere Relevanz und sind auch viel günstiger, als für die Konkurrenz. So können mit eigenen Brand-Kampagnen die Anzeigen der Konkurrenz überboten werden und der eigene Firmenname erscheint wieder ganz oben auf der Suchergebnisseite.

Häufig kommt es auch vor, dass die Nutzer die komplette Web-Adresse in das Suchfeld eingeben. Auch für solche Suchanfragen lassen sich Anzeigen schalten. Mit eigenen Brand-Anzeigen für eigene URLs als Keywords kann die Konkurrenz wieder überboten werden.

6. Mehr Daten für Remarketing-Kampagnen

Durch die vielen Klicks auf die Brand-Anzeigen lassen sich auch viele zusätzliche Daten gewinnen, um die AdWords Kampagnen zu optimieren und besser auf die Nutzer auszurichten.

So lassen sich Remarketing-Kampagnen speziell auf die Nutzer ausrichten, die nach eigenen Brand-Namen gesucht haben. Außerdem lassen sich damit grundsätzlich mehr Nutzer über Remarketing-Kampagnen ansprechen, da AdWords mehr Nutzer über die Brand-Klicks erfassen kann. Insbesondere für Unternehmen, die kein Google Analytics auf ihren Websites einsetzen, ist dies eine gute Möglichkeit, mehr Besucher anzusprechen.

7. Mobile Suchergebnisse

Auf einem Smartphone unterscheidet sich die Suchergebnisseite von der auf einem Desktop-Computer. Hier werden zunächst die AdWords Anzeigen dann lokale Suchergebnisse und ggf. Shopping-Anzeigen und erst dann die organischen Suchergebnisse angezeigt. Wer hier als erster angeklickt werden will, sollte mit seiner Anzeige auf der Top-Position stehen. Und beim eigenen Firmennamen ist es ja besonders günstig möglich.

Schon diese sieben Punkte sprechen eindeutig dafür, Google AdWords anzeigen für die eigene Brand zu schalten. Zumindest ein Ausprobieren lohnt sich immer. Dann können Sie die Conversion-Daten der Brand-Kampagne und der Zugriffe aus den organischen Suchergebnissen vergleichen und selbst entscheiden, ob die zusätzlichen Anzeigen sich lohnen.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Rückgang der Impressions bei AdWords im Sommer erklären

Als AdWords Optimierer kennt man sicherlich die Situation: Ohne dass etwas am Account verändert wurde, bricht plötzlich die Performance ein. Auch wenn die relativen Zahlen in etwa die gleichen bleiben, fehlt einfach die Masse. Die Impressions werden weniger, folglich auch die Klicks und letztendlich die Conversions. Insbesondere bei AdWords Accounts für E-Commerce Shops ist dieses Phänomen manchmal zu beobachten. So wie in den letzten Wochen. Eine der möglichen Ursachen können die Sommerferien sein.


Happy Holidays (Bild: Vector Open Stock)

Schauen wir die zugehörigen Daten im AdWords Account an. Auf dem Tab „Dimensionen“ schauen wir die Daten zu Nutzerstandorten an. Dabei blenden wir nur Land und Region ein, damit wir die einzelnen Bundesländer sehen. Bei den Zeiträumen stellen wir einfach die Woche ein, in der uns der Rückgang der Werte aufgefallen ist und aktivieren gleich den Vergleich mit dem vorherigen Zeitraum.


In der Tabelle habe ich die Bundesländer mit einem Rückgang an Impressions rot markiert. Schauen wir uns nun den Ferien-Kalender an. In allen diesen Bundesländern haben gerade im betrachteten Zeitraum die Sommerferien begonnen - entweder gerade kurz vor Beginn oder im Verlauf der aktuellen Woche.

Wir halten also fest: Fangen Ferien an und fahren viele (potenzielle) Kunden in den Urlaub, kann es zu einem Rückgang bei Impressions in den AdWords Kampagnen kommen. Dies sollten wir einfach im Hinterkopf behalten und zusätzliche Impressions (und damit Klicks und letztendlich Sales) durch weitere Maßnahmen fördern.

Freitag, 24. Juli 2015

Labels in Accounts mit AdWords Script erstellen

Beim Verwalten von AdWords Account sind Labels ein sehr nützliches Hilfsmittel, um elemente wie Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen oder Keywords zu markieren, diese zu filtern oder entsprechende Berichte und andere Aktionen an mit Labels markierten Elementen auszuführen. Ein paar gute Beispiele für die Verwendung von Labels liefert Sascha Schmitz in seinem Blog.

Meistens werden immer wieder die gleichen Labels verwendet. Wer nun anfängt, in einem neuen AdWords Account zu arbeiten, muss alle Labels neu erstellen. Je nach Anzahl der Labels wird dies schnell mühselig. Der neue AdWords Editor (ab Version 11.1.2) schafft etwas Erleichterung, denn hier können Labels zwischen den Accounts kopiert werden. Allerdings muss hier immer noch jedes Acocunt einzeln aufgemacht und die Labels dann eingefügt werden. Schneller und flexibler funktioniert es mit einem AdWords Script.



Der Script ist ganz einfach zu handhaben: Ihr definiert die Labels, also Namen, ggf. Farbe und Beschreibung, und lässt den Script laufen. Dies funktioniert sowohl in einem Account als auch aus einem MCC heraus für mehrere verwaltete Account. In diesem Fall müssen nur die IDs der betroffenen Accounts und die Option für MCC-Nutzung auf 'true' gesetzt weden. Im Script-Code ist eine ausführliche Beschreibung nochmal enthalten.



/********************************************************************
* Account and MCC AdWords Script 'Label Creator'
* 
* @version: 1.1 - 2015-07-23
* @author: Alexander Gut | DAIR-Media.net
* 
* This Script creates set of labels for an AdWords Account.
* 
* Define labels to create in the AdWords account and run the script.
* Use JSON notation to define the labels array an use this notation:
*
* 'LABEL-NAME' : {'color': 'LABEL-COLOR', 'descr': 'LABEL-DESCRIPTION'}
*
* You can use these values:
* 
* LABEL-NAME: The name of the new Label. Label names are case sensitive
* and must be unique. Max length is 100 characters.
*
* LABEL-COLOR: (optional) The background color of the new label.
* The color must be specified in either RGB form (#RRGGBB or #RGB),
* or one of the 16 basic CSS color names:
* http://www.w3.org/TR/css3-color/#html4
*
* LABEL-DESCRIPTION: (optional) The description of the new label.
* If not specified, the description will be empty. Max length is
* 200 characters.
* 
* Please note: array keys 'color' and 'descr' schould not be changed.
* You can set default values for color and description for all labels.
*
*
* CHANGELOG:
* v1.1 - add optional MCC functionality to be able to create
*        new lables in multiple managed accounts at the same time
* v1.0 - initial release
*
********************************************************************/

var LABELS = {
   'watch': {'color': '#cc33cc'}, 
   'Brand': {'color': '#33cc00'},
   'Non-Brand': {'color': '#00cccc'},
   'deactivated': {'color': '#999999'},
   'paused': {'color': '#c0c0c0'}
   };

var LABELS_DEFAULT_COLOR = '';
var LABELS_DEFAULT_DESCR = '';


var USE_AS_MCC_SCRIPT = false;
var ACCOUNT_IDS = []; // array of strings with managed Account-IDs, e.g. ['111-111-1111', '222-222-2222']

function main() {

 if (USE_AS_MCC_SCRIPT && ACCOUNT_IDS.length > 0){
  var mccAccount = AdWordsApp.currentAccount();
  var accountIterator = MccApp.accounts().withIds(ACCOUNT_IDS).get();

  while (accountIterator.hasNext()) {
   var account = accountIterator.next();
   MccApp.select(account);
   Logger.log('START processing account %s', account.getCustomerId());
   createLabels();
   Logger.log('DONE processing account %s', account.getCustomerId());
  }
 }
 else {
  createLabels();
 }
 
}

function createLabels(){
 for (var lbl in LABELS){
  var newLabelName = lbl;
  var newLabelColor = LABELS[lbl]['color'] || LABELS_DEFAULT_COLOR;
  var newLabelDescr = LABELS[lbl]['descr'] || LABELS_DEFAULT_DESCR;
  
  // Try to get label first to prevent exception createing the same label name.
  var labelIterator = AdWordsApp.labels().withCondition("Name = '" + newLabelName + "'").get();
  if(!labelIterator.hasNext()){
   if (!AdWordsApp.getExecutionInfo().isPreview()) { // dont't really create label if script is in preview mode
    AdWordsApp.createLabel(newLabelName, newLabelDescr, newLabelColor);
   }
   Logger.log("New Label '" + newLabelName + "' with color '" + newLabelColor + "' and description '" + newLabelDescr + "' have been created.");
  }
  else{
   Logger.log("Label '" + newLabelName + "' was already in account.");
  } 
 }
}



Fragen zu diesem AdWords Script oder Verbesserungsvorschläge? Einfach unsere AdWords Agentur kontaktieren oder hier in Kommentaren posten. Wir freuen uns auf Feedback.

Montag, 22. Juni 2015

Tracking von YouTube Video Events mit Google Analytics


Motivation für YouTube Video Tracking in Google Analytics

Oft werden Videos in die eigene Website eingebettet, welche auf YouTube gehostet sind. Die Video-Plattform selbst bietet bereits eine eigene Lösung für die Analyse der Videos: YouTube Anayltics liefert u.a. Daten zu Wiedergabezeiten, Zugriffsquellen etc. Dies gilt allerdings für alle Aufrufe der Videos, auch die, die direkt auf YouTube stattfinden. Für die Analyse des Besucherverhaltens auf der eigenen Website ist es interessant zu wissen, ob bzw. wie oft ein Video angeschaut wurde. Dafür können folgende Ereignisse definiert werden: „Play“, „Pause“, „Complete“. Bei Bedarf können auch zusätzliche Ereignisse im Video definiert werden können – hat der Besucher das Video bis zu einer bestimmten Stelle angeschaut, z.B. bis 40 Prozent, soll diese Information ebenfalls gespeichert werden.

Wird auf der Website Google Analytics für die Webanalyse verwendet, lassen sich all diese Ereignisse hier speichern. Die jeweiligen Besucher-Interaktionen können als Events an Google Analytics gesendet werden.


Voraussetzungen

Im Folgenden wird eine Lösung für die Event-Übermittlung mit Hilfe von einem zusätzlichen JavaScript beschrieben. Damit dies funktioniert, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt werden:
  • Auf der Website ist Google Analytics eingebunden. Idealerweise wird die aktuell empfohlene „Universal Analytics“[3] Variante eingesetzt.
  • Die Videos müssen über YouTube eingebunden werden, nicht über Drittanbieter-Plugins oder -Dienste.

Der Script erfordert keine zusätzlichen JavaScript Frameworks (z.B. jQuery), funktioniert jedoch auch, wenn diese auf der Website vorhanden sind.

Implementierung

Für das YouTube Tracking in Google Analytics verwenden wir den „LunaMetrics YouTube Tracking Script“. Dieser Script kann in GitHub Repository von Lunametrics unter https://github.com/lunametrics/youtube-google-analytics heruntergeladen werden. Diese Anleitung und die zugehörigen Tests basieren auf der Version 7 des Scripts. Der Script steht unter Creative Commons 4.0 International Public License.

Installation

Im Folgenden wird die „Standard“-Installation des Scripts durch einfügen von JavaScript Code in die Website beschrieben. Sofern der Google TagManager verwendet wird, kann der Script auch damit implementiert werden. Eine genaue Anleitung dazu liefert die Readme-Datei in der o.g. GitHub Repository.

Zusammenspiel mit anderen Scripts und Google Analytics

Der „LunaMetrics YouTube Tracking Script“ (im Folgenden „LMYTTS“) ist so konzipiert, dass dieser direkt eingesetzt werden kann. Er funktioniert auch mit anderen JavaScripts, die auf die YouTube IFrame API zugreifen, solange der LMYTTS nach diesen Scripts in den Quellcode der Website integriert wird.
Der Script erkennt auch automatisch, ob der klassische Google Analytics Code oder Universal Analytics eingesetzt wird und verwendet den entsprechenden Code, um die Ereignis-Daten an Analytics zu übermitteln. Bei Bedarf kann das Verwenden einer bestimmten Tracking-Variante auch über die Konfiguration erzwungen werden (wird hier nicht genauer behandelt).

Integration des Scripts in die Website

  1. Laden Sie den Code des LMYTTS aus der GitHub Repository (s.o.) und legen Sie es auf dem Webserver ab.
  2. Auf allen Webseiten, die ein YouTube-Video beinhalten, binden Sie den Script mit folgendem Code ein:  
<script src="/path/on/server/lunametrics-youtube-v7.gtm.min.js"></script>

Das war es!

Abschnitt-Tracking

Bei Bedarf kann mit dem LMYTTS auch das Anschauen des Videos bis zu einem bestimmten Abschnitt an Analytics gemeldet werden. Dazu muss der JavaScript Code des LMYTTS angepasst werden. Die letzte Zeile im LMYTTS

(document,window,"OPT_CONFIG_OBJ");


soll wie folgt ersetzt werden:
(document,window,{'percentageTracking': 20});

Damit wird das Ereignis-Tracking nach Abspielen der entsprechenden Abschnitte des Videos ausgelöst, in diesem Beispiel jeweils nach abgespielten 20%, d.h. nach 20%, 40%, 60% und 80%.


Haben Sie Fragen zu Web Analytics und Optimierung Ihrer Website? Wir helfen Ihnen gerne.


Montag, 15. Juni 2015

AdWords URL Umstellung -

In Februar hat Google die so genannten "Upgraded URLs" (Deutsch: "umgestellte URLs") angekündigt. Die Idee dahinter: Nutzer, die Tracking-URLs verwenden, sollen diese künftig einfacher verwalten und anpassen können. Statt einer einzigen Ziel-URL, die bisher bei Anzeigen und Keywords vergeben werden konnte, unterscheidet Google AdWords künftig zwischen der finalen URL ("Final URL"), also der eigentlichen Zielseite, und den Tracking-Informationen in Form von einer Tracking-vorlage ("Tracking Template") und Tracking-Parameter.

Final URL in Anzeigen (Bild: Google)


Die Vorteile der neuen URL-Aufteilung:
  • Der Aufwand beim Verwalten der Tracking-Parameter wird deutlich geringer. Denn die Tracking-Vorlagen und Tracking-Parameter können auf Anzeigengruppen-Ebene, auf Kampagnen-Ebene oder auch auf Account-Ebene definiert werden.
  • Ändern sich die Tracking-Parameter, wird die eigentliche Ziel-URL, welche nun "Final URL" heißt, nicht geändert. Damit gibt es bei solchen Änderungen auch keine Unterbrechung bei der Anzeigenschaltung und bei den Statistiken.

Wichtig dabei: Alle AdWords Account sollen zum 1. Juli 2015 umgestellt werden! Dann wird das bisherige Feld "ZielURL" nicht mehr verwendet. Stattdessen soll "Final URL"genutzt werden.

Wer keine Drittanbieter-Tools für Tracking oder Bid-Management verwendet, kann aufatmen. Denn Google stellt die Anzeigen, die Sitelinks und die Keywords, für die eigene Ziel-URLs hinterlegt wurden, automatisch um. Dennoch empfiehlt es sich, die Umstellung zu kontrollieren und diese ggf. sogar vorher manuell durchzuführen. Im einfachsten Fall bedeutet dies:

Verwenden Sie für Ihre Anzeigen zum Beispiel die Ziel-URL http://www.meinewebsite.de/landing-page/ können Sie diese einfach als "Final-URL" übernehmen.

Wenn Sie noch einen (oder mehrere) zusätzliche Parameter zum Beispiel für die Kampagnen-Kennziechnung einsetzen, z.B. http://www.meinewebsite.de/landing-page/?campaign=test dann lässt sich das in einem Tracking-Parameter campaign=test festhalten. Mit einer Tracking-Vorlage definieren Sie dann, wie Google dies alles zusammensetzen soll:

  1. Final-URL: http://www.meinewebsite.de/landing-page/
  2. Tracking-Parameter:  campaign=test
  3. Tracking-Vorlage:  {lpurl}&campaign={_campaign}
So sieht es dann aus:
Neue AdWords Anzeige mit Tracking-Parameter
Müssen dann die Tracking-Parameter geändert werden, werden auch nur diese und ggf. die Tracking-Vorlage bearbeitet. Die Final URL bleibt unverändert. Damit muss die Anzeige selbst nicht von Google neu überprüft werden und es wird auch keine neue Anzeige erstellt, so dass Sie keine Statistiken der Anzeige verlieren.

Wie Sie Tracking und Weiterleitungen in den URL-Optionen verwalten, erklärt Google in einem Hilfe-Artikel.

Insbesondere wer mit Tracking-URLs und -Tools arbeitet, sollte bereits vorher die Hand anlegen und die URL-Umstellung am Besten selbst durchführen. Beachten Sie bitte, dass die Umstellung alle Elemente betrifft, bei denen eine Ziel-URL definiert werden kann, also neben Anzeigen auch Keywords und Sitelinks.


Die aktuelle Version des AdWords Editors ist bereits für die Umstellung vorbereitet und hat einige Hilfreiche Funktionen, um die URLs umzustellen.

Bei Fragen zu der AdWords URL Umstellung hilft Ihnen auch Ihre AdWords Agentur gerne.

Donnerstag, 21. Mai 2015

Chromecast im geschäftlichen Einsatz

Google Chromecast ist ein kleines Streaming-Stick und wird gerne dazu genutzt, Inhalte von einem Android Smartphone oder Tablet oder einem Computer auf einen Fernseher über die HDMI-Schnittstelle zu übertragen. Meistens werden damit Videos von YouTube oder Musik über das Netzwerk auf einem TV-Gerät abgespielt. Doch der Chromecast kann auch im Business-Alltag nützlich sein. So lassen sich mit dem Gerät auch Inhalte vom Computer – ein Chrome-Tab oder gar ein komplettes Bildschirm – auf den Fernseher übertragen. Dies können Sie nutzen, um zum Beispiel eine Präsentation vom Laptop auf einem Fernseher abzuspielen, statt einen Beamer zu benutzen. Wie es funktioniert und worauf Sie achten sollen lesen Sie in diesem Beitrag.


Google Chromecast Unboxing

Zunächst einmal paar Worte über den Google Chromecast. Das kleine Gerät sieht aus wie ein USB-Stick, wird allerdings mit einem HDMI-Eingang des Fernsehers verbunden. Zusätzlich wird eine Stromquelle benötigt. Dafür kann entweder ein benachbarter USB-Anschluss oder das mitgelieferte Netzteil verwendet werden. Die Internet-Verbindung funktioniert ausschließlich per WLAN und muss zunächst eingerichtet werden. Dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt.

Hier sind noch einige Bilder des Chromecast beim Unboxing:
Google Chromecast im Unboxing - Foto 1

Google Chromecast im Unboxing - Foto 2

Google Chromecast im Unboxing - Foto 3

Google Chromecast im Unboxing - Foto 4

Einrichtung

Bevor der Chromecast für das Streaming verwendet werden kann, muss der Stick eingerichtet werden. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung liefert Google direkt mit unter: www.chromecast.com/setup/

Die Einrichtung ist recht einfach: Stick mit HDMI Eingang des Fernsehers verbinden und den Strom-Kabel an USB-Anschluss im TV-Gerät oder über das Netzteil anschließen.

Chromecast am TV anschließen
Chromecast am TV anschließen
Jetzt fehlt noch die Netzverbindung. Diese kann über ein Android-Gerät oder über den Computer und Chrom-Browser hergestellt werden. Für Android sollte die entsprechende App aus dem Play Store heruntergeladen und installiert werden. Für den Chrome-Browser gibt es eine passende Erweiterung, die später auch noch benötigt wird. Für den später erläuterten Einsatz des Chromecast für Präsentationen werden beide Geräte benötigt, so dass es empfehlenswert ist, sowohl die Android-App als auch die Chrome-Erweiterung zu installieren. Die weitere Einrichtung nehmen wir per App vor.

Der Chromecast erzeugt zunächst temporär ein eigenes WLAN. Die Android App kann dieses Netz finden und zeigt das Gerät an. Nun müssen Sie noch das vorhandene WLAN-Netzwerk auswählen über den WLAN-Schlüssel eingeben. Daraufhin verbindet sich der Chromecast mit dem gewohnten WLAN.

Wichtig dabei: Wenn Sie in Ihrem WLAN einen MAC-Adressen-Filter eingerichtet haben, sollten Sie den Chromecast zunächst im Router für den Zugriff auf das Netzwerk freischalten. Die MAC-ID Ihres Chromecast wird bei der Einrichtung unten in der App aufgeführt.

Inhalte vom Computer auf Chromecast übertragen

Um die Inhalte vom Computer über Chromecast auf ein TV-Gerät zu übertragen, benötigen Sie den Chrome-Browser sowie die „Google Cast“ Erweiterung. Diese erhalten Sie kostenlos im Chrome-Store.
"Google Cast" Chrome-Erweiterung (Screenshot: chrome.google.com)
"Google Cast" Chrome-Erweiterung (Screenshot: chrome.google.com)
Nun können Sie mit einem Klick auf das „Google Cast“ Icon rechts oben die Inhalte an den Stick übertragen. Doch es geht auch mehr: Sie können mit dieser Chrome-Erweiterung auch das komplette Bildschirm oder nur ein Programm-Fenster übertragen, und dies nicht nur vom Chrome-Browser selbst. Damit können Sie zum Beispiel eine Präsentation starten und dann den Bildschirm-Inhalt an Chromecast übertragen. Wie es funktioniert? Ganz einfach:

  • Klicken Sie zunächst auf das „Google Cast“ Icon – das Menü zum Übertragen erscheint.
  • Rechts oben sehen Sie einen kleinen Pfeil. Klicken Sie diesen an.
  • Hier erhalten Sie die (noch experimentelle) Möglichkeit, auch Bildschirm oder Programm-Fenster zu übertragen.
Ganzes Bildschirm / Fenster an Chromecast übertragen
Ganzes Bildschirm / Fenster an Chromecast übertragen


Chromecast im Einsatz beim Kunden

Mit der zuletzt gezeigten Funktion lässt sich Chromecast auch im geschäftlichen Alltag nutzen. In vielen Meeting-Räumen steht bzw. hängt an der Wand inzwischen auch Fernseher, der meistens über einen HDMI-Eingang verfügt. Statt über einen Beamer, können Präsentationen und andere Inhalte auch an den Fernseher geschickt werden. Hat der Laptop keinen HDMI-Anschluss, müssen entsprechende Adapter genutzt werden. Viel eleganter ist in einem solchen Fall der Einsatz vom Chromecast.

Wie bereits oben gezeigt, können Sie sich neben Browser-Tabs auch den kompletten Bildschirminhalt via Chromecast übertragen, zum Beispiel auch eine Präsentation. Dieser Weg ist auch dann vorteilhaft, wenn mehrere Laptops abwechselnd genutzt werden: Statt die Geräte umzustecken, muss nur die Übertragung umgeschaltet werden. Wird doch ein Beamer verwendet und hat dieser auch einen HDMI-Eingang, kann der Chromecast auch hier eingesetzt werden.

Wichtig bei solchen Präsentationen ist der WLAN-Zugang. Im eigenen Büro ist es kein Problem, Chromecast in das Netzwerk zu lassen. Bei einem Meeting in einem anderen unternehmen, etwa bei einem Kunden, ist es jedoch einfacher, ein eigenes drahtloses Netzwerk „mitzubringen“. Die Funktion des WLAN-Routers kann zum Beispiel das eigene Smartphone oder Tablet übernehmen, sofern dieser die WLAN-HotSpot Funktion bietet. Auch kleine WLAN-router für unterwegs können genutzt werden.

Zu beachten ist dabei die Einrichtung der drahtlosen Verbindung für den Chromecast. Das genutzte WLAN-Netz kann problemlos geändert werden. Dies muss allerdings erfolgen, wenn der Stick sich im zuletzt eingerichteten WLAN befindet und das neue Netz ebenfalls verfügbar ist.

Über die Chromecast App können Sie in den Einstellungen den aktuellen WLAN-Netzwerknamen und anschließend ein neues Netzwerk aus der Drop-down-Liste auswählen. Dies muss allerdings noch in den eigenen vier Wänden passieren, wo das bisherige Netz noch verfügbar ist.
Viel eleganter ist es, beim tragbaren HotSpot, also zum Beispiel im Smartphone, die gleiche WLAN-Netzkennung (SSID) und das gleiche Passwort einzurichten, wie beim WLAN-Router im eigenen Büro oder zuhause. Wird dieser WLAN HotSpot unterwegs eingeschaltet, erkennt der Chromcast das vermeintlich bekannte Netzwerk und kann sich direkt damit verbinden. Auch der Laptop verbindet sich mit dem bekannten Netz einfacher.

Mit zusätzlichen Apps können Sie die Präsentation und andere Inhalte auch direkt vom Smartphone oder Tablet streamen und diese auch steuern. Bei Kunden, die diese Technik selbst nicht einsetzen, löst diese Art der Präsentation oft auch ein „Aha“-Effekt aus und wird sehr positiv angenommen.

Wie sind Ihre Erfahrungen mit Chromecast und dessen Einsatz im geschäftlichen Alltag? Schreibt einfach ein Kommentar!

Donnerstag, 12. März 2015

Google Partner Grand Slam: DAIR Media unter den Top-100-Agenturen


Wir freuen uns über erfolgreiches Abschneiden und einen Platz unter den Top-100-Agenturen beim Google Partner Grand Slam 2014.

Anfang 2014 hat Google erstmals zum Google Partner Grand Slam eingeladen, dem großen Google-Wettbewerb für Onlinemarketing-Agenturen. Fast 2.000 Agenturen haben die Herausforderungen angenommen, so Google. Auch DAIR Media nahm am Grand Slam teil. Und: Wir haben „besonders herausragende Ergebnisse erzielt“ und freuen uns über einen Platz unter den Top-100-Agenturen.

An dieser Stelle ein großes DANKE an alle unsere Kunden Partner für das entgegengebrachte Vertrauen und eine gute Zusammenarbeit!

Und natürlich stellen wir uns den neuen Herausforderungen beim Google Partner Grand Prix 2015. Vielen Dank auch an Google für das kleine Fitness-Paket zur Motivation für diesjähriges Agenturrennen.


Dienstag, 20. Januar 2015

AdWords Editor 11.0.1 und Sitelinks

Wir haben in den letzten Tagen eine wenig angenehme Erfahrung mit dem neuen Editor im Zusammenhang mit Sitelinks machen dürfen. Unter bestimmten Umständen löscht der Editor alle Sitelinks im Account. Leider lässt sich das auch kaum vermeiden.

Der 11er Editor verwaltet Sitelinks jetzt unter "Gemeinsame Bibliothek" (links ganz unten zu finden). Der erste Teil des Problems ist, dass der Editor alle Sitelinks zusammenfasst, die den gleichen Linktext haben, also diese eine 25-Zeichen lange erste Zeile des klassischen Sitelinks. Diese wird also als eine Art Unique-Key betrachtet. Der zweite Teil betrifft die Verarbeitung von geänderten Sitelinks:

Ähnlich den Anzeigen gilt: Wird ein Sitelink bearbeitet, z.B. die Ziel-URL geändert, wird der alte Sitelink gelöscht und ein neuer erstellt
Dies passiert insbesondere dann, wenn ein Bid-Management-Tool wie Refinedads oder Marin eingesetzt werden, die gerne die Ziel-URLs für das Tracking umschreiben.

Sobald die letzten Änderungen im Editor heruntergeladen werden, werden auch die neuen Sitelinks geholt. Und nun kommt der 11er Editor scheinbar durcheinander:

1. Die Links mit dem gleichen Text (aus verschiedenen Kampagnen im Account oder verschiedenen Anzeigengruppen in einer Kampagne) werden zusammengefasst, auch wenn sie unterschiedliche Ziel-URLs haben.

2. Da die "alten" Sitelinks gelöscht werden sollen (s.o.) markiert der Editor alle Sitelinks zum Löschen. Beim nächsten Hochladen sind also alle Sitelinks, welche zuletzt außerhalb des Editor geändert wurden, gelöscht.

Wir haben das Problem zuerst bei einem Kundenaccount mit insgesamt knapp über 900 Sitelinks festgestellt. Danach haben wir es mit einem Test-Account nochmal nachgestellt und kamen zum gleichen Ergebnis - die Sitelinks werden gelöscht.

Unser Fazit bisher: Wir sind wieder auf den AdWords Editor 10.6 umgestiegen. Das Problem wurde auch an Google geschickt und der Fehler wurde bestätigt. Es werde bereits an einer Lösung gearbeitet. hoffen wir, dass der nächste Update des Editors eine Besserung mit sich bringt.

Nachtrag vom 13.02.2015

Es gibt inzwischen eine neue Version des AdWords Editors - 11.0.3 - und das Problem soll damit auch behoben worden sein: https://www.en.adwords-community.com/t5/From-the-Community-Team/AdWords-Editor-11-0-Discuss-with-the-Google-Engineers-and-the/td-p/422980/page/14