Freitag, 12. Oktober 2012

AdWords: Meldungen über Konflikte bei ausschließenden Keywords

Google versucht sein AdWords Programm für die Nutzer immer komfortabler zu gestalten und dabei natürlich auch mehr Umsatz für sich herauszuholen. ;-) Seit kurzem sind neue Diagnosemeldungen in der AdWords Web-Oberfläche gesichtet worden, die auf mögliche Fehler hinweisen, wodurch weniger Anzeigen geschaltet werden.

Sehr interessant und praktisch ist sicherlich der Hinweis auf Konflikte mit negativen Keywords (engl: "Negative Keyword Conflicts"). Wird zum Beispiel das Keyword "kostenlos" als ein negatives Keyword eingestellt und dann das Keyword "kostenlos spielen" in eine Anzeigengruppe eingebucht, wird keine Anzeige geschaltet, da das negative Keyword die Schaltung blockiert. Google weist nun mit einem Hinweis ("Negative keywords blocking targeted keywords") auf solche Konflikte hin. Beim Click auf Details wird das betroffene netative Keyword, die Anzeigengruppe und die blockierten gebuchten Keywords angezeigt.

Außerdem hat Google weitere nützliche Hinweise eingebaut. So werden die AdWords Nutzer nun auch bei unvollständig eingerichteten Anzeigengruppen (Anzeigengruppen ohne Anzeigen oder Anzeigengruppen ohne Ausrichtungseinstellungen) und Kampagnen ohne Anzeigengruppen gewarnt.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

AdWords: Anzeigen können wieder immer leistungsunabhängig geschaltet werden

Erst in Juni hat Google die Einstellungen für die Anzeigenrotation bei AdWords angepasst. Wie wir bereits beschrieben haben, werden Anzeigen automatisch auf Clicks optimiert. D.h. bei mehreren aktiven Anzeigen in einer Anzeigengruppe wird die Anzeige öffter gschaltet, bei der Google mehr Clicks vermutet. Gleichzeitig haben die Nutzer die Möglichkeit bekomen, auch die so genannte "leistungsunabhängige Anzeigenschaltung" zu aktivieren, zumindest für 90 Tage. (vgl. http://dairmedia.blogspot.de/2012/06/adwords-wieder-an...)

Diese Option ist vor allem für manuelle Optimerung der Anzeigen interessant:Wenn zwei Anzeigen in einer Anzeigengruppe gegeneinander laufen (eine Art A/B-Test) und die Kampagne auf ROI optimiert wird (was ja sowieso eine sehr gute Idee ist ;-) ), dann ist die Anzeige mit mehr Clicks nicht unbedingt diejenige, die auch für den höheren ROI bzw. Gewinn sorgt.

Nun hat Google ja, ebenflals in Juni, eine Möglichkeit angeboten, der neuen Methode für die Anzeigenrotation über ein Formular zu widersprechen. Das Unternehmen hat auch versprochen, bei vielen "Opt-outs" eine entsprechende Option (dauerhafte leistungsunabhängige Anzeigenschaltung) auch über das AdWords Interface anzubieten. Nun hat Google sich entschlossen, diese Otpion auch tatsähclich im Interface anzubieten. Wer die Einstellung ändern möchte, kann über den "Einstellungen" Tab der jeweiligen Kampagne unter "Erweiterte Einstellungen" und dann "Anzeigenschaltung: Anzeigenrotation, Frequency Capping" die Option "immer leistungsunabhängig schalten" auswählen:
Damit würde auch die automatische Umstellung auf click-optimierte Schaltung von Anzeigen nach 90 Tagen entfallen. Mehr dazu im englischen Inside AdWords Blog: Inside AdWords: An update on ad rotation options.

Dienstag, 2. Oktober 2012

Google startet eigenen Tag Manager

Google hat eine eigene Lösung für das "Tag Management" vorgestellt (offizieller Blogpost). Damit können Sie über ein einziges “Container Tag” mehrere verschiedene Codes auf Ihrer Webseite ausliefern, zum Beispiel für verschiedene Web Analytics Tools, Conversion Tracking, Tracking-Code für verschiedene Partnerprogramme und Affiliate-Netzwerke etc. Der Vorteil: In Ihre Webseite muss nur ein einziger Code eingebaut werden.
Google Tag Manager (Bild: Google)
Wer Partnerprogramme über mehrere Netzwerke oder direkte Partner bietet oder auch mehrere Web-Analytics Tools nutzt kennt das Problem: Für jedes Tool und jedes Affiliate-Netzwerk muss ein eigener Tracking-Code in die Webseite eingefügt werden. Hinzu kommen noch Codes für Conversion Tracking und ggf. Testing-Tools. Je mehr verschiedene Codes eingebaut werden müssen, desto unübersichtlicher und fehleranfälliger wird das ganze. Eine mögliche Lösung wären so genannte "Container Tags".

Bei "Container Tags" muss ein ein einziger code in die Webseite eingebaut werden. Die einzelnen Tracking-Codes werden über eine Web-Oberfläche verwaltet. Hier können neue Codes hinzugefügt oder wieder entfernt werden.

Einige Systeme zu Tag-Verwaltung wurden zum Beispiel auf der dmexco vorgestellt. Auch haben Vertreter der Branche (Tool-Anbieter) und Unternehmen über die Zukunft solcher Lösungen diskutiert. Allerdings war es auf der Messe noch eher ein Rand-Thema. Zwar haben einige unternehmen ihre neue Produkte angekündigt oder gleich fertige Lösungen präsentiert, viel Aufmerksamkeit hat das Thema allerdings (subjektiv gesehen) nicht bekommen. Mit dem "Google Tag Manager" kommt jetzt ein großer Spieler in diesen Bereich rein und viele werden die neue Lösung bestimt genauer anschauen.

Die Lösung von Google bieteteinige sehr nützliche und komfortable Funktionen (aus dem Google Blogpost):
  • Asynchronous tag loading—so your tags can fire faster without getting in each other's way, and without slowing down the user-visible part of the page
  • Easy-to-use tag templates, so marketers can quickly add tags with our web interface, as well as support for custom tags
  • Error-prevention tools like Preview mode (so you can see proposed changes before implementing them), the Debug Console, and Version History to ensure that new tags won’t break your site
  • User permissions and multi-account functionality to make it easy for large teams and agencies and clients to work together with appropriate levels of access

Wer den neuen Tag Manager von Google ausprobieren will, kann sich einfach mit einem bestehenden Google Account einloggen. Eine Schritt-für-Schritt Anleitung gibt es zum Beispiel von Daniel Waisberg unter http://online-behavior.com/analytics/google-tag-manager (englisch). Mario Hillmers hat eine sehr detaillierte (deutsche) Anleitung für die Integration von Google Analytics Code mit dem neuen "Google Tag Manager" geschrieben: http://ganalyticsblog.de/analytics-allgemein/google-analytics-code-mit-dem-neuen-google-tag-manager-integrieren/.